gekommen um zu gehen. air87 weblog.

 

 

 

verstanden.

vergangen.

verschrieben.

verlebt.

verknüpft.

verblümt.

 

wir schauen nur zu...

Eigentlich kann man diesen Spruch gar nicht mehr bringen, weil er schon zu oft und bei zu banalen Gelegenheiten ausgesprochen wurde, aber trotzdem: man lebt nur einmal.
Ich finde, den meisten menschen ist das einfach zu wenig bewusst. Man kann so leicht in ein sich-lenken-lassen und für-sich-denken-lassen verfallen, dass man dabei diese unumstößliche tatsache vergisst. Oder glauben wir alle an Wiedergeburt? Und uns quälen soll deswegen die einzige Frage: was, ja was fange ich mit meinem Leben an? Was soll ich tun, damit ich mich in vielen Jahren gern daran zurück erinnern werde? Bitte, lieber Mensch, hänge dich nicht zu sehr an das, was andere sagen oder von dir erwarten. Bevor sie über dich urteilen, sollten sie sich erst einmal selbst diese fragen stellen.
Ich habe mir oft Gedanken über die Lebensart anderer Menschen gemacht und versucht, ihre Gedankengänge nachzuvollziehen. Es ist einfach, wenn man es durch die Brille seiner Wahrnehmung macht, aber bei dem Versuch, sich wirklich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen, musste ich nur feststellen, wie grundverschieden Menschen doch sein können.
Jeder ist allein in einem schwankenden Kahn auf dem Strom der Wirklichkeit unterwegs. Er treibt voran, auch ohne Ziel. Der ziellose braucht nicht jammern, wenn es ihn auf Abwege verschlägt (wenn er es denn merkt).
Ach ja, ein jeder muss schon selbst entscheiden, was ihm gut tut, was er für so wertvoll hält, um seine kostbare Zeit, die mit jeder Sekunde weniger wird, damit zu verbringen.
Was uns alle eint, ist letztendlich die Tatsache, dass wir Lebewesen sind und unsere Bedürfnisse haben. Die wollen befriedigt werden. Ist doch der Mensch nicht viel mehr als ein schwein, ein Wolf, ein Schaf? Und ist er, Kraft seines Geistes, nicht dennoch in der Lage, zarte Gedanken und feingliedrige Gefühle zu spinnen und fantastisches daraus entstehen zu lassen? Hat er nicht einen eigenen Willen, eine Stimme und nützliche Hände, um damit mehr als ein Tier zu sein? Ich wünsche mir und anderen, immer bewusst Mensch zu sein und ebenso bewusst das Leben zu genießen.
28.2.10 14:11


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Wenn du an die Zukunft denkst...

...bist du dann optimistisch oder pessimistisch? Nachdem ich eine Weile mein geblogge habe schleifen lassen, möchte ich nun wieder mehr zum Thema Zukunftsgestaltung schreiben, weil es, wie ich finde, gerade für unsere Generation in allen Bereichen ein Thema ist. Es gibt kaum Dinge, von denen wir glauben (sollten), dass sie in ein paar Jahren noch so sind wie sie jetzt sind.

Was sollte unser Ziel sein? Eine Zukunft gestalten, die so ist, wie wir sie für richtig halten. Ich schätze, Bequemlichkeit wird da fehl am platze sein, die haben wir jetzt schon.

Was soll nicht so bleiben wie es ist? Klimawandel und Umweltverschmutzung sind zu bekämpfen- aber wie, wenn nicht gleich zum Retter der Menschheit werden wollen? Was stört uns an der Gesellschaft, und wie ändern wir es?

Wie sehen wir uns, die Welt und welche Ideale haben wir? Viele denken nicht viel nach und folgen der Masse mit ihren Wertvorstellungen. Die, die denken und handeln, tun die es für sich, oder um die Welt zu retten?

Was werden wir anfangen, mit der Zeit, die uns gegeben ist? Nur dahinleben? Unser Leben bewusst gestalten? Versuchen, die Leben von anderen positiv zu beeinflussen?

Viele fragen. viel stoff für viel text=)
23.2.10 16:54


leere hüllen, leere worte...

Man möchte sich einmal vorstellen, was es für einen 22-jährigen heißt, wenn er nach "fristlose Kündigung seitens Azubi" googeln muss. Ich bin alt genug, um so etwas ohne die Hilfe meiner Eltern zu erledigen. Doch ich fühle mich wieder einmal erdrückt von der Gewalt des Schicksals, wie sie einen hierhin, dorthin zu werfen vermag und man nur mit kleinen Paddeln nutzlos steuern kann. Ich mache eine Ausbildung, die mir Spaß macht. Nur hat mich mein lieber Chef im Stich gelassen, zieht es vor mir Lügen aufzutischen statt mir die drei ausstehenden Monatslöhne zu überweisen. Was mache ich? Zu Hause bleiben. Neue Firma klar machen. Kündigung schreiben. Wieder googeln: Arbeitsgericht. Mit mir nicht, ich werde um jeden Cent der mir zusteht kämpfen. Und aufpassen müssen, dass mir noch genug Geld bleibt, um was zu essen zu kaufen. Von der Miete ganz zu schweigen. Viele Menschen helfen mir, geben mir Hoffnung und zeigen, dass ich ihnen nicht egal bin. Allein wäre es eine sehr schwere Bürde.
Egal was passiert: man muss doch immer wieder feststellen: man ist noch am leben. Kann denken, reden, arbeiten, sich freuen, glücklich und Mensch sein. Wenn es am schlimmsten ist, kommt ein Licht ins Dunkel und hilft dir wieder aufstehen. Ich danke dir, Schutzpatron der Zimmerer, Joseph=)
3.2.10 01:01


ich blogge nur, wenns mir schlecht geht

alton ellis singt mir schöne lieder durch die boxen, ich sitz vorm rechner, das berichtsheft schwebt als damoklesschwert über mir und ich ess kartoffeldinger mit salat, allein. Was ist heut, ja, Dienstag. Vorgestern bist du gefahren, nach Berlin, für eine Woche. Noch fünf mal schlafen, dann sehen wir uns wieder. Ich hab gehofft, die Woche würde schneller vergehen. Du bist weg, ich könnte wieder ohne schlechtes Gewissen rauchen, aber mir schmeckts nicht mehr so wie früher. Das geht nun schon über einen Monat so: je mehr ich an dich denke, um so glücklicher werde ich. Momentan bin ich also für eine Woche Single, und Single-sein ist blöd. Manchmal glaube ich wirklich (wirklich!), du bist von nem anderen Planeten oder einem Traum entsprungen. Oh ja, die Zukunft, ich trau mir sogar zu sagen: unsere Zukunft scheint in einem goldenen Licht, verheißungsvoll seh ich all die Zeit vor mir, die noch auf uns gemeinsam zukommt.
Also warte ich, versuch mich abzulenken, um nicht zu oft an dich denken zu müssen und freu mich, denn ich weiß: du denkst auch an mich.
11.8.09 21:20


Sommerschweiß und kühle dusche

Kaum betritt sie ihre Himmelslaufbahn, um erbarmungslos auf die Erde zu brennen, steigen wir ihr entgegen ins Gerippe eines dieser Ungetüme aus Holz und Stein. Alle bewegen sich, Muskeln spannen und entspannen, lange Holzstangen werden an Seilen emporgezogen und wie auf wundersame Art verbunden. Unsichtbar und gnadenlos treiben die Strömlinge unsere schweren Maschinen an, die sich mit aller Gewalt und unter wachsamen Blicken durch dutzende Zentimeter Holz fressen. Physikalisch und einem klaren System folgend ist alles. Strahlung donnert auf menschliche Körper und drückt den Schweiß aus verdreckten Poren, Stoff saugt sich voll und wird getrocknet. Flüssigkeitsverlust muss ausgeglichen werden, die Luft flirrt vor Hitze und Staub. Die Sonne brettert aufs Gehirn und erschwert das Denken. Hitze, Helligkeit, die Höhe des Daches, über der Stadt arbeiten. Das ist es, was meinen Tag bestimmt. Oft schweifen meine Gedanken ab, zu dem was mich bewegt.
21.7.09 19:21


Musik im Herzen...

....und eine erleuchtete Welt.
16.7.09 01:03


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