gekommen um zu gehen. air87 weblog.

 

 

 

verstanden.

vergangen.

verschrieben.

verlebt.

verknüpft.

verblümt.

 

nun geh schon, aber bleib noch ein bisschen

weit weg von hier wurde es schon wieder hell, und wir hielten uns, vor glück taumelnd, immer noch in den Armen. Ich weiß gerade einmal deinen Namen und wie dein Pferd heißt. Wir tauschten keine Handynummern aus, redeten nicht viel. Morgendlicher Nieselregen legte sich auf uns, wie wir so dastanden und nicht loslassen konnten. Würden wir uns nie wieder sehen, hätte ich als einzige Erinnerung diese eine Nacht, wunderbare. Ein einziges Bild vor Augen wie ein Traum, den man nicht wieder vergisst. Würden wir jetzt telefonieren, uns schreiben und uns besuchen- es könnte den zauberhaften Stunden nicht das Wasser reichen. Du bist so ein wunderbarer Mensch, ich bin verliebt in dich! Aber gerade deshalb- bleib so in meiner Erinnerung wie ich dich gesehen habe. Nur wenn es das Schicksal so will, dann sehen wir uns wieder, irgendwo und irgendwann. Bis dahin bist du für mich einzig das, was du an diesem Abend warst: meine große Liebe.
9.6.09 22:04


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es ist wohl ein garten...

still.
bewege ich mich auf einem drahtseil, gespannt zwischen uns. Ich bin alt genug, langsam müsste ich wissen wie man darauf balanciert. Ich gebe zu: ich weiß es trotzdem immer noch nicht. Den, den ich als artisten abgebe, vermögen selbst vage tricks nicht zu erfolg verhelfen. Charisma und so, ausstrahlung. Habe ich anscheinend nicht, damit kann ich nicht punkten. Wenn es das ist, worauf es ankommt, ja dann... hab ich wohl schlechte karten. gute nacht.
3.6.09 23:49


das Steak

Gerüche bestimmten die Zeit, die wir verbrachten, bevor wir aufbrachen, aus unserem Nest. Essen, gutes, schönes Essen und nette Gesichter drinnen. Bier und Zigaretten, komisch dass das nie langweilig wird... Die Glut auf dem Freisitz, das Fleisch auf dem Gitter, wenn man sich drauf konzentriert sieht man die Luft von der Hitze flimmern. Daneben regnet es. Heißes neben Kaltem, komisch. Zehn gleiche Tags im LastFM-Verlauf habe ich gezählt. Du hast gelächelt, ich nicht weiter gewusst. Wenn ich so smart wäre, so gewandt im Umgang mit meinem Sprechdingens, geübt im unterhaltsamen Reden, ja dann....
Was ich kann ist schauen und träumen. Nicht schön schauen, sodass aus meinen Blicken erschütternd zu lesen wäre. Ich fühle mich plötzlich wieder so jung und stelle fest, dass ich mich wohl nicht weiterentwickelt habe, höchstens in eine Richtung, einer bequemen. Ich weiß nicht was zu tun ist, und das ist schlimm. Ich sollte eigentlich gar nicht drüber nachdenken! Wie ein Teenie führe ich mich auf.
Jetzt bin ich müde, muss schlafen gehen. Das unkreative Gehirn ist überflutet genug mit Blicken, Zahlen, Grübeleien und Ethanol für heute. Hoff ich mal dass ich nicht so langweilig bin ich mirs manchmal vorkommt.
29.5.09 00:26


free and easy

deine haare, die haben so gut gerochen und deine augen im wilden licht der nacht, ich werd mich noch lange daran erinnern.
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Die Sonne brennt auf den Asphalt, bringt die Luft zum flirren. Salz auf meinen Lippen, Schweiß läuft mir in die Augen. Was zum Teufel geht ab hier...
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eine stimmung, der song "railroad theme" von mardi gras bb verkörpert sie perfekt. Alles leuchtet, der Frühling hat jetzt ein Gesicht, dein Gesicht. Ich konnte es kaum erwarten dich wieder zu sehen.
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Daumen raus, nett gucken, Augenkontakt zu den Leuten suchen. Ich will hier nicht noch ne Stunde stehen, verdammt. Ich rauche eine, mir wird leicht schwindlig. Ja, gucken könnt ihr, haltet an und nehmt mich mit! Aber so sieht sie aus, meine Freiheit.
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Jetzt sieht der Frühling wieder normal aus und du hast dich wieder aus meinem verschwitzten Leben geschlichen. Bin ich wieder allein, bin ich wieder frei, eben ich. Frei, ja! Und das macht mich glücklich, es stehen wieder alle Türen offen. Stress dich nicht, ich komm klar damit, du bist nicht die erste die mir nen Korb gibt.
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Mir ists gleich was ihr über meinen Weg denkt. Ich jedenfalls bin unabhängig, jawohl! Habe keine Zeit, mich mit Angst herumzuschlagen. Es will mich keiner mitnehmen? Ich bin euch nicht böse. Von euch lass ich mir doch nicht meine gute Laune verderben, bei dem schönen wetter! Und irgendwann kommt auch der dämlichste Tramper von A nach B.
17.5.09 20:43


Sonntagsdepressionen eines Landeis

Sonnenlicht scheint still ins Zimmer, streift Staubkörner und ruht hell erleuchtend auf meinem Laken aus. EIn Blick aus dem Fenster: Wolkenverhangen. Es ist zwölf Uhr. Der in der Nacht Geplagte blinzelt seinem inneren Schweinehund entgegen. Vielleicht will der ja auch nen Kaffee. Ein trauriger Tag ist es da, der mit herbstlich-melancholischem Wetter und ohne Farbe daherkommt. Dazu wirft er die Frage in den Raum: was tun? Sich ergeben und warten, bis es wieder Zeit zum Schlafen ist. Nein, genau das will er doch, dieser leere Sonntag. Man schaut auf die Betonstadt, am Fenster, fragt sich wo ihr Ende ist. Betrachtet emotionslos Tauben auf dem Nachbardach. Zum zwanzigsten Male fallen mir die schlecht eingedecken Ziegel auf. Was tun. Ich gehe also durch die graue Stadt spazieren. Stelle mir dabei vor, wie es wäre, hier lebenslang wohnen zu müssen. Dazu fehlt mir ein bisschen die Fantasie. Die Anonymität würde mich erdrücken und mir würde ein Garten fehlen. Und ich verdränge einen leisen Zweifel.. ob es wirklich so gut war, das zu tun was mir am wenigsten Zufriedenheit gibt- in einer Stadt zu leben, Haus an Haus und kein Horizont, den die blutrote Sonne andächtig küssen kann. Wo nachts Tannen am geöffneten Fenster einschläfernd rauschen, Hühner sich im trockenen Sand räkeln und der Wein an der Hauswand süß wird von Spätsommersonnenstrahlen... Träumen, lasst mich träumen. Doch man muss wissen, was man ablehnt, damit man das Erstrebenswerte erst richtig genießen kann.
15.3.09 20:51


schweigen ist cool

Es ist doch ein Kreuz. Da unterhält man sich und stößt plötzlich auf ein interessantes Thema, worüber man gut bescheid weiß und sofort damit anfängt, alle Umstehenden mit seinem Wissen zu bombardieren. Weil es doch so spannend ist!
Und selbst wenn die anderen nicht mit den Augen rollen, das Thema wechseln oder einen einfach ignorieren- ist es nicht lässiger, vielleicht nur einen intelligenten Kommentar abzugeben und so bekanntgeben: man kennt sich aus. Man weiß bescheid, hält die Sache gerade aber für nicht so dringend.
Meine Mitbewohnerin hat mich gefragt, ob ich ihr auch so ein Bett wie das meine bauen kann, weil ihr meins so gut gefällt. Ich habe zugesagt und begeistert angefangen, mit ihr alle Details durchzusprechen. Mist! Ich hätte einfach nur sagen brauchen: Das kriegen wir hin.
Ich erzählte von meinem Arbeitstag. Wir hatten Dach gedeckt und ich habe begeistert erzählt, dass der Biberschwanzziegel in der Region Tradition hat, welche Vorteile er bietet und was für eine Herausforderung das Decken mitunter sein kann. Ach, enthusiastischer Tobi, muss das denn sein?
Wenn ich das nächste Mal jemanden kennenlerne werde ich nur meinen Namen freiwillig verraten.
8.3.09 20:49


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