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1. Mai

Ich mag es, Fahrrad zu fahren.

Man tritt im Takt, sieht alles langsam an sich vorbeiziehen, genau in der richtigen Geschwindigkeit um alles wahrzunehmen. Kein Motor brummelt, man braucht sich nicht über irgendetwas ärgern, ist mit sich allein.
Erst der Besuch bei dem, der schon fast Bruder ist und fürs Abi büffelt. Shisha geraucht. Dann noch weiter über feldwege, durch ruhige Siedlungen und über Landstraßen. Sogar eine Pause habe ich gemacht. Wie es sich gehört mit einer Nil und Schokolade bei Vogelgezwitscher und warmen Sonnenstrahlen. Wisst ihr, ich liebe diese Momente. Dieses Gefühl dass man fahren kann, reisen kann. Das der Weg dort hinten weiter geht, in andere Wege mündet, sich verzweigt, die Straßen, ja, sie gehen eben immer weiter. Die Erde ist keine Scheibe, man kann noch so viel sehen.

Ich mag es, Fahrrad zu fahren.
1.5.06 19:58


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fernweh und so

Oh mann, es ist so wunderbares Wetter. Und wir Menschen hetzen uns jeden Tag, gehen unseren lächerlichen Geschäften nach, suchen das Glück. Suchen wir es doch in der Welt an sich! Ich weiss, ich werde morgen früh aufstehen und zur Schule gehen, und das noch viele Wochen lang. Wort der Woche: Anwesenheitspflicht. Soviel dazu.
Dann gesellt sich dem Bewusstsein ein Gedanke hinzu, der ernüchternd ist. Man sagt nur: nichts hält ewig. Ich dachte, die Liebe kann meine unerklärliche Sehnsucht stillen. Vielleicht stecke ich die Erwartungen zu hoch. Ich bin nun mal mehr der Einzelgänger, sagte ich am Telefon. Heute nachmittag rockige Töne beim Radfahren, auf windigen Straßen, inmitten von blühenden Bäumen. Allein, so wie ich es gern habe. Die Stimmen der menschen stören zu oft das Schöne. Quieken zu oft unwichtige Töne. Unangebrachte Töne. Da bin ich doch lieber allein mit mir, meinem rad und der Natur, die sich nicht um die Menschen schert.
7.5.06 21:29


kings of leon rulez

Nein, was mache ich. Was passiert da nur- passiert etwas? Die letzten Telefonate schlugen einen leicht gereizten, vorworfsvollen ton an. Und ich weiss nicht, ob sich meine Wogen nun doch schon geglättet haben. Unsre wogen. Je genauer man sich kennenlernt, um so mehr Unterschiede treten zutage. Unterschiede mit denen ich nur schwer leben kann. Ich bin eigentlich relativ tolerant, aber ich lass mir auch nichts aufzwingen was mir keinen Spaß macht. Es sind eigentlich nicht die Unterschiede- nein, die können sogar sehr bereichernd sein- es ist die fehlende Toleranz. Irgendwie von beiden Seiten. Sie mag nicht Fahrrad fahren, Shisha rauchen, Sterne gucken. ich mag nicht Musicals, klassische Konzerte, chinesische Faltenhunde. Und das Feuer wird immer kleiner, kann nix dagegen machen.

Am Wochenende werde ich endlich mit einem meiner zwei besten Freunde eine Tandemtour machen. Hat auch schon einen Namen: "St.-Martins-Tour", denn ein Tandem ist ja eigentlich ein St-Martins-Fahrrad. Zwei leute teilen sich ein Fahrrad. Es wird sicher anstrengend, schön und abends dann chillig. Unser Pensum ist hoch gesteckt, aber wir beide sind gut trainiert und werden hoffentlich reihenweise Rentner, Familienväter und Pseudo-Rennradfahrer alt aussehen lassen. Mit dem spartanischen 5-Gang-Rad ohne Luxus. Ich freue mich auch auf den Abend am Lagerfeuer, mitten in der Wildnis, bei einem Bier, Zigarette und... *hust*... jaja... was halt so dazu gehört. Ist schon toll, wenn man sich jeden Tag unterhalten kann, sich überwiegend nicht auf die Ketten geht, sich alles sagen kann. Wohl gänzlich anders wie die eine Liebe, aber vielleicht um so wertvoller. Ich mag diese Lagerfeuerstimmung mit endlosen gesprächen, Fernweh und diesem Begreifen des Schicksals mit gedankenverlorenem Blick in die Flammen.
10.5.06 21:52


*freu*

Ich hab bestanden! Juhu! Endlich Auto-Führerschein.
12.5.06 18:49


wie ich mich fühle

in mir sieht es gerade aus wie an einem schwülen Sommerabend an einem See in feuchtem Gras. Vielleicht wehen irgendwelche Zivilisationsdüfte über das Wasser. Ich sitze allein im Gras, es wird Abend, die Sonne ist schon untergegangen, aber es ist noch nicht dunkel. Ein bisschen kalt ist es, aber mir ist warm. Ich spüre, welche Energie in mir steckt. Die Möglichkeiten die mir offen stehen. Dazu Travis, walking down the hill. Hinter mir die Lichter einer Großstadt, die egal ist. Egal ist mir schon fast zu viel, ich denke ich bin da etwas egoistisch. Aber gerade jetzt habe ich leider nicht viel Lust jemandem einen Gefallen oder ähnliches zu tun. Und ja, da ist es wieder, ein kleines Fernweh. Wegrennen und allein mit sich selbst sein, alles um mich herum auf mich wirken lassen. Und irgendwann, wenn dieser Abend lange vorbei ist werde ich bereit sein, wieder Lieben zu können.
20.5.06 23:24


das leben lebt sich

"oh, koste vom bitteren und genieße den schmerz!
schwebe durch das Medium der Psyche, welches sich dir gerade jetzt öffnet!
Spüre das Fleisch, wie es aufbegehrt! Das ist Leben, mein Freund!"

unbekannt
22.5.06 19:48


 

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