gekommen um zu gehen. air87 weblog.

 

 

 

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verlebt.

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Mast- oder Wildschwein?

Die Menschen ein Strom von kopflosen Individuen, alle einer Richtung folgend, egal ob richtig oder falsch- oft genug wiederholt und die Richtigkeit beteuert, sodass schließlich alle dran glauben. Raus aus dem Strudel der Vergangenheit, hinein in den Strom, der immer weiter drängt- ja wohin eigentlich? Vielleicht zum Meer... wo dann der Strom verschwindet, aber das ist egal, bis dort hin ist es noch ein langer Weg, und noch geht es ja weiter fein nach vorn. Die, die es wagen zu behaupten, dass der Strudel, der kleine Bach und die anscheinend sinnlose Pfütze besser wären, werden als Exoten und Querulanten abgestempelt. Jedes Tröpfchen Wasser ist wichtig, wissen wir. Das selbe sagt der Strom. Er bietet ein angenehmeres Leben, alles was man sich zu wünschen scheint. Zu viele Tropfen vergessen, was passieren kann wenn alle eigenen Wünsche erfüllt werden. Sie versinken in den Tiefen des Laufes, werden fremd unter gleichen und betört durch das Rauschen auf dass sie nicht merken wohin die Reise geht. Dass es keine Reise durch die Zeit sondern durch den endlichen Raum der Erde ist.
Betört durch Zucker spüren wir die Peitsche nicht, genau wie die Mastschweine mit Futter betört werden auf dass sie ihre Gefangenschaft nicht merken. Die Schweine bekommen Einheitsfutter, sind alle Einheitsrasse, sehen nie die Sterne, nur Kunstlicht unter falschen Betonhimmel, so ihrer Seele beraubt, nur noch als Nummer existierend. Wir beherrschen die Schweine und mästen sie genau nach demselben Prinzip wie wir uns selbst mästen. Kaum jemand vermag überhaupt diesen Teufelskreis zu erkennen. Das Schwein auf dem Bauernhof, welches im Schlamm nach Wurzeln sucht, ist das fortschrittlich? Oder rückständig? Es ist so fortschrittlich wie es nur geht, besser kann man es nicht machen. Massentierhaltung ist ein Schritt in ein Zurück das es vorher nie gab.
Durchbrechen wir den Kreis und leben fortschrittlich, wenn uns das Wort gefällt: mit Liebe, ja, aufrichtiger Liebe zu der Erde die uns ernährt. Jede Wurzel und jedes Blatt ist wertvoll, darf nicht zu bloßer Biomasse verkommen. Die Bauern unserer Zeit haben sich in Scharen von der direkten Beziehung zur Natur gelöst und bekämpfen nun Schädlinge und Unkraut mit aggressiven Mitteln. Die Natur wird geknechtet durch Monokulturen und Stoffe, die so nie im uralten Kreislauf vorkommen. Wir beuten aus, zerstören, vernichten, töten ab ohne zu fragen und nennen uns fortschrittlich und intelligent. Es scheint leicht, den „Gegner“ Natur zu knechten, doch wir kennen das wahre Wesen unserer Mutter nicht. Sie ist sanft, nimmt alles hin aber straft genau so, wie ihr Unrecht angetan wurde. Ein konsequentes Leben mit der Natur ist das fortschrittlichste Handeln überhaupt.
4.2.07 21:45


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Kastanienhof

Ich sitze gerade nicht zu Hause, sondern im Büro des Kastanienhofes, der höchstwahrscheinlich der Ort werden wird, an dem ich mich nach der Schule neun Monate lang aufhalten werde- Zivildienst eben.
Zum Hof: Gekauft von einem Verein 1995, der damals noch aus 10 Erwachsenen bestand. Heute sind es nur noch zwei... Was bedeutet, dass diese zwei lange nicht die Arbeiten schaffen, die ursprünglich gelpant wurden: Pferdehaltung und der Esel sind schon lange abgeschafft. Die Räume, die zu Wohnungen renoviert werden sollten, sind verstaubte Lager. Aber der Hof... wunderschön! So viel Potential! und hinter dem Hof gibt es gut 2 Hektar, die aus (zu viel) Wiese bestehen, aber auch Ackerflächen und Viehweide.
Ich bin hin und her gerissen, da in dieser ganzen Sache meines Erachtens kein richtiger Schwung ist. Entweder ich mach hier Zivi- dann würde ich mich aber hier richtig reinhängen und auch mal sagen- hey Leute, so gings bis jetzt, aber das wird jetzt geändert (z.B. das eklige Eimerklo). Oder ich mach woanders Zivi und lass die Leute hier weiter in den Eimer...
9.2.07 15:46


"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."

Mahatma Gandhi
21.2.07 21:54


die suchties suchen ne ersatzdroge

Ha! Biomasse und so, mh? Toll was alles passiert wenn die Bevölkerung Angst vorm großen Klimawandel bekommt (der startete mit dem UN-Klimaprotokoll) und nach Lösungen schreit. Die Politiker springen und prahlen mit Vokabular wie "Die Enerneuerbaren" und "Bioethanol".
Gut, denkt sich Opa vorm Fernseher, ich sehe die kümmern sich, Problem gelöst.
Aber wen interessiert, was dahinter steckt?
Aus einem Hektar Raps lassen sich 1000l Treibstoff gewinnen. Davon wird ein Teil durch die Bearbeitung mit Traktoren verbraucht. Der Raps muss mehrmals gespritzt und gedüngt werden- auch dafür ist Energie notwendig. Viel Aufwand für wenig Öl.
In weniger als 10 Jahren ist die neue Branche der Biomassekraftwerke entstanden. Toll wie dort verbrannt wird, was sonst ungenutzt zu Humus werden würde.
Aber naiv der, der glaubt, man könnte die Energieversorgung komplett regenerativ gestalten. Sicher wäre dies technisch möglich- aber wir müssten uns z.B. in Mobilitätssachen drastisch einschränken, und wer hat schon Lust dazu, zum Zugfahren gezwungen zu sein?

Für mich heißt das Losungswort definitiv Verzicht, freiwilliger und bewusster Verzicht. Mir doch egal was sich Politiker aushecken- ich tue das was ich für richtig halte, und mir ist es eben wichtig, umweltbewusst zu leben.

Die Erde ist wie ein Bus- bei Betreten war er sauber, wir sollten ihn auch sauber verlassen. Wir sind nur Mitreisende.
22.2.07 20:58


 

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