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ab jetzt Reiseblog!

nun geht die Wartephase in den Endspurt- Donnerstag ist es soweit, ich fahre nach Rumänien. Einen Tag eher als geplant, da am Freitag ja gestreikt werden soll und ich das umgehen will.
So, wenn ich in Rumänien ein Internetcafe finde, werde ich hier einen kurzen Eintrag hinterlassen und jeder dens interessiert kann hier in etwa dem Verlauf meiner reise folgen.
2.10.07 20:04


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das neue rumänien

hallo, erster eintrag aus rumänien, dem land, wo alles angeblich so wie vor 50 jahren in deutschland ist, man keine befestigten straßen hat und an jeder ecke todesgefahr lauert!
Ich habe zwar pfefferspray dabei, aber ich glaube das brauch ich nicht mal für die streunenden hunde, denn die sind alle relativ gelangweilt. Viele Befürchtungen stellen sich als falsch heraus, denn auch in Rumänien hat die moderne westliche Welt mit Handys, neuen Autos, prächtigen Eigenheimen und viel Verkehr Einzug gehalten. Aber krass ist schon, dass man überall noch pferdewagen sieht und die landwirtschaft.... ich habe die maisernte beobachten können, und nix mähdrescher! Handarbeit! Traktoren sieht man nur sehr selten. Mein prägender Eindruck: Rumänien ist nicht unbedingt ein armes Land, das Geld ist nur sehr ungerecht verteilt.
Mir geht es gut, mache gerade einen Ruhetag in Sighisoara, Schässburg, und habe bis jetzt etwa 600km gemacht. Im Zug nach Trebisov wurde mir fast meine Lenkertasche gestohlen und mein Regencape habe ich auch verloren, einen Wanderschuh fast verloren. Wie das eben so ist auf Reisen=)
grüße, tobias
11.10.07 14:18


hier bin ich!

...und zwar in braila, an der Donau. Was soll ich sagen, die letzten Tage waren gepraegt von viel-fahren, mir gehts momentan eher um kilometer-machen. Durch die Karpaten war einfacher als gedacht, (leider) keine Begegnung mit baeren oder dergleichen. Auch die gefuerchteten berge und paesse blieben aus, es ging, kann man sagen. Nach sighisoara hab ich bis jetzt nur wild gecampt und bin damit zufrieden. nur stoerend ist, dass man frueh fast immer kalte fuesse hat. Hab jetzt aber einen trick, der das verhindert...
Hab in brasov einen verdammten fehler gemacht. habe eine Jacke gekauft, die wasserdicht ist und sonst auch ganz okay, aber es ist eine wintersportjacke, und sowas kann leicht teuer sein. Sie war zu teuer und jetzt bin ich der Ansicht, dass icvh sie nicht mal brauche. Verdammt! Und verkaufen kann ich sie wohl erst wieder in Deutschland, via eBay. Mal sehen was wird, ich kann hier auch nicht meinen Kontostand abfragen, hab das schon versucht. Also das ist wiegesagt der Fehler, den ich gemacht hab und der echt nicht noetig war.
Ansonsten: kalte Naechte, warm tagsueber und voll fett sonne, das ist der wahnsinn. die landschaft hat sich sprunghaft veraendert, seit ich aus den karpaten bin. alles flach hier! manchmal momoton lange strassen, aber es kann auch hier ganz schoen sein.
Will jetzt bis ins donaudelta, dann nach constanza und dann zurueck. gruesse an alle, tobias
16.10.07 14:42


anderthalb tage im bus

Leider hab ich in Constanza kein Internetcafe gefunden (!), also jetzt Eintrag 3/3 von zu Hause, denn ich bin wieder da! Etwas eher als geplant zwar, doch es ist schön, wieder in dem Land zu sen, das man kennt.
Bin also Richtung Donaudelta gefahren, kam dann aber nicht sehr weit, da der Weg einfach so aufhörte. Eigentlich wollte ich durchs Delta bis ans Schwarze Meer, Pustekuchen. So bin ich dann die 10km Feldweg wieder zurück, durch das Dorf mit dem coolen Namen Partizani, über Hügel entlang des Schwarzen Meeres nach Süden, nach Constanza, dem Ziel und Ende meiner Reise. Der Süden übrigens ist sehr karg und monoton, das waren ein paar anstrengende Tage, kann ich euch sagen. Und dann Constanza, das einzige Fleckchen Rumäniens welches in den Reiseveranstalterkatalogen auftaucht, weilwegen Strand. Ich würd da nicht Urlaub machen. Dreckig und laut vom Verkehr.
Bin Sonnabend zum Eurolines-Büro und hab mir ne Fahrkarte für den nächsten Bus nach Deutschland gekauft, Mitternacht gings los und ich war bis heute, Montag, gegen 18.00 unterwegs. Erst bis München mit dem Bus und dann mitm Zug nach Jessen.
Freut euch auf den Reisebericht.

22.10.07 22:27


das bisschen leben werd ich schon schaffen

wenn mich jemand fragt, was die größte psychische umstellung nach dem schulende für mich ist, werd ich antworten, dass es das gefühl ist, frei zu sein. Raus aus dem warmen Nest der Schule und hinein in eine Freiheit die einem Angst macht. Ja, es ist irgendwie beängstigend wenn man das, was man machen will auch machen kann und nicht in schönen was-wäre-wenn-träumen stecken bleibt. Das hat was mit verantwortung zu tun, eben das was oft leicht dahergesagt wird: man ist für sich selbst verantwortlich, mit allen (positiven wie negativen) konsequenzen. Während der Schulzeit war es schön, sich so seine Lebensziele zu stecken, aber jetzt, jetzt geht es ans umsetzen, da heißt es immer wieder, das ziel und den eigenen willen nicht aus dem Blick zu verlieren.
Gerade der eine meine Traum von der Selbstversorgung geht nun in die erste lehrphase mit beginn des Zividienstes in gut einer woche auf dem Kastanienhof, wo ich so sachen wie Tiere versorgen, Holzbau, Lehmbau, Werkstattarbeiten, Garten-und Feldarbeiten machen werde, die mir sicher später mal nützlich sein können. anjepackt.
26.10.07 23:20


 

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