gekommen um zu gehen. air87 weblog.

 

 

 

verstanden.

vergangen.

verschrieben.

verlebt.

verknüpft.

verblümt.

 

Was mir meine Mutter da nicht alles eingepackt hat! Wenn ich meinen Vorrat an unterschiedlichsten eingeweckten Sachen hier anschaue, ja, da bekomm ich Heimweh. Wie gut das alles schmeckt, sowas kann man einfach nicht mit Geld aufwiegen, schon allein weil es das eben nur von zu Hause gibt. Da gibt es Wurst, Marmelade, Kompott, Tomatensaft, Honig und Pflaumenmus, werd ich alles nur wohlüberlegt verbrauchen, vielleicht wenn ich jemanden zu Gast hab. Mich fasziniert es eben, dass ich mich meiner Heimat durch sowas am verbundensten fühl. Aber schon irgendwie klar: gutes Essen ist ein kostbares Gut und Quelle höchster Glückseligkeit=)

Noch zu verkünden wäre da eine Sache noch: Klärendes Wochenende, goodbye my schwedengirl und komm nie wieder, ich bin im herzen so frei wie seit jahren nicht mehr!
11.8.08 18:32


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Die Franken

Nun, da ich mittlerweile fast schon einen Monat hier im schönen Hersbruck bin werden auch die kleinen feinen charakteristischen Züge der Menschen hier deulich. Aber vorsicht: alles was ich jetzt beschreibe ist meine subjektive Wahrnehmung, also ist klar, ne? Okay. Der Franke an sich hat ja schon seinen Dialekt, bayrisch, aber nicht so krass als dass mans nicht verstehen würde. Verbreitet ich hier das "a weng", auf das ich näher eingehen möchte: es hat wohl zweierlei Bedeutung, wodurch es sich vielseitig einsetzen lässt. Es kann heißen: "ein wenig", oder auch "wegen", bzw. "deswegen". Beispiel: "Des is a weng zu klein." "Des is a weng nötig." Wie auch immer, ganz schlau bin ich noch nicht draus geworden.
Die Franken feiern gerade jetzt zur Zeit gern Feste, nennen das dann "Kirchweih" oder auch Kirwa. Ist sowas wie Dorffest mit ein paar Karussells, Fressbuden und nem großen Bierzelt mit dazugehöriger Live-Band. Das besondere: die Stimmung! Wenn die Band dann die allgemein bekannten Lieder spielt, dann heben sich die Maßkrüge und junge Mädels tanzen im Dirndl auf den Tischen, das ganze Bierzelt singt mit ("Bayern, des sammer mia!"). Ist mir wesentlich sympatischer als unsere verkorksten Dorffeste wo um elf schon tote Hose ist.
Die Akzeptanz der "Alternativen" ist hier weitreichender als bei uns. Man sieht hier mehr Leute mit Dreads, auch ältere, wohl schon allein weil wir da durch die DDR-Zeit im Rückstand sind. Und wenn man bei uns auf dem Dorf mit verfilzten Haaren rumrennt wird man schon fast gesteinigt, hier ist das anders.
Es gibt hier spürbar mehr junge Mädels, die auch hier in Hersbruck bleiben und nicht wie bei uns nur weg, in die Stadt und da studieren. Hängt wohl auch damit zusammen dass Nürnberg gleich um die Ecke ist. Und bei uns in Osten hat man eine starke Abwanderung von jungen Frauen festgestellt (und irgendwo müssen die ja hin). Das ganze hat aber einen kleinen Haken: hier ist Schminken, Schmuck, Tätowieren und modische Kleidung wichtiger als bei uns und das gefällt mir nicht so sehr. Da hab ich den Eindruck dass die Mädels aus Ostdeutschland allgemein etwas natürlicher sind. Meine Theorie.
24.8.08 17:43


 

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