gekommen um zu gehen. air87 weblog.

 

 

 

verstanden.

vergangen.

verschrieben.

verlebt.

verknüpft.

verblümt.

 

zu viel ungewolltes

wamm! bin heute früh voll gegen meine zimmertür gerannt. Sie war zu aber ich nahm an sie wär offen. Das hätte nicht sein müssen wenn ich gestern abend standhaft geblieben wäre und mich nicht noch mit in diese blöde Disco hätte nehmen lassen. Um vier war ich dann wieder da, eineinhalb stunden schlaf vor mir und leicht angetrunken.
Mich hat die ganze Sache zwar so gut wie nichts gekostet, trotzdem hätts nicht sein müssen. Da waren überall Leute die ich nicht toll fand. Und dann immer Alkohol und Kippen, als wärs der Fels in der Brandung, die Garantie dafür dass alles gut wird. Bah, man kanns auch übertreiben. Für diesen Klecks gute Stimmung hätte man weit weniger Aufwand machen müssen, da ist so mancher Abend unter Freunden weitaus lustiger.

Es ist manchmal nicht leicht hier nicht verrückt zu werden. Gut dass ich eigentlich über alles hier nicht sonderlich viel philosophiere, obwohl es angebracht wäre. Einfach wissen wer man ist und was man will, ohne viele Worte darum zu machen, dann wird auch diese Zeit zu einer schönen.
10.9.08 17:50


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traumzeitalter

Wir dachten, durch Erfindungen, Entdeckungen und technischen Fortschritt würden wir unser Leben verbessern. Sind wir glücklicher, zufriedener und menschlicher geworden als vor alledem? Haben uns Erdöl und Kohle Frieden und Wohlstand gebracht, uns allen?
"Manche glauben, die Welt kann ohne fossile Energieträger anderthalb, vielleicht zwei Milliarden Menschen ernähren."
Ist denn wirklich jedem klar, dass es ab jetzt nur noch schlimmer, keinesfalls besser wird? Bist du bereit für ein Leben nach dem Öl, nein? Das schlimme ist, es ist nicht nur Spekulation, es ist eine Tatsache dass der große Absturz kommen wird, auch wenn man es selbst nicht glauben kann.
Für mich und mein leben bedeutet das: Ich steck mein geld doch nicht in Dinge, die in ein paar Jahren keiner haben will. Ich brauch kein Auto und pfeif auch drauf. Meine Wohnung heize ich minimal, spare Strom usw vor allem des Geldes wegen, wovon ich mir meinen Arsch in Zukunft retten will. Ich werde dort hin gehen wo man kein Erdöl braucht und das Leben gerade deshalb viel schöner ist. Ich weiß wovon ich rede, ich habe selbst gesehen dass es funktioniert (sowie es auch lange vor uns funktioniert hat). Ich wünsche jedem einen klaren Blick, der ungetrübt von einlullender Presse, verdummenden Fernsehprogramm und dem Geschwätz der Politiker ist. Schließlich geht es um unser eigenes Leben, an dem jedem etwas gelegen sein sollte.

Diese Gedanken, die mich heute aufwühlen sind für mich nicht neu, und auch die logische Schlussfolgerung muss ich mir hier nicht erst aus den Fingern saugen, die weiß ich schon seit ein paar Jahren. Ich werde Selbstversorger, mit aller Konsequenz und Kraft und vor allem ohne weichei-öko-touch.

Film für Interessierte über das Erdöl:
arte7+ - ein böses Erwachen
(evtl. Link nicht dauerhaft gültig)
21.9.08 20:43


it's easy if you know how it works.

ungeborene kinder, millionen an der zahl, in dumpfen Aborten verschwunden, aus warmen Körpern dahingeschieden ohne Aussicht auf Leben. Dazu keiner der ihrer gedenkt, ihnen nachtrauert und sich schuldig fühlt. Die Natur lässt uns Dinge tun, derer wir uns schwer widersetzen können, sollen? Belehrt doch schweigend, dass alles vor allem einem Gesetz, dem des Zufalls gehorcht. Tief schwimme ich in einer rasenden Welle, die sich nicht kontrollieren lässt. Soll ich daran ertrinken? Soll das Wasser bitter in meine Lungen dringen, mich am Atmen hindern? Nein, das kann wohl kaum der Sinn der Sache sein, die Welle ist da um auf ihr zu reiten. Mit ein wenig Kraft wird es wohl gelingen, ja, nicht sie ist zu zähmen sondern mein Wille, mit ihr zu gehen. Sie ist es, woran ich mich fest halte, die mich an bizarre Strände treiben wird, nur um mich dann auch wieder weiter zu tragen, wohin auch immer. Das Ungewisse nicht zu fürchten, sondern es zu grüßen. Angst entsteht aus Unwissenheit, aus dem Blick nach unten ins schwarze Meer auf toten Boden. Ich aber schaue zum Horizont, der mir den Weg weist: immer der Nase nach.

Wenn einmal mein erschöpfter Körper an warmen Strand gespült wird, der mich umfängt und wiegt in Blumenduft, so bleibe ich vielleicht da. Bleibe und vergesse nicht das Meer mit seinen Wellen, die mich stranden ließen, vergesse nicht die Stürme und Flauten, denke an das schwimmen. Und bin glücklich.
24.9.08 23:10


Jeden Tag, als die Sonne gerade ihre ersten Strahlen schickte, die sanft am Tau auf dem Gras leckten, sprang der kleine Hase schon voller Freude durch das vom Grün der Apfelbäume leuchtende Tal. Hinunter, zum Bach, um den Dachs zu ärgern, dann wieder hinauf zum Felsen wo eine Schlange auf die Wärme der Sommersonne wartet. In Ruhe hier und da knabbern, spielen, nichtstun.
Keiner seiner Geschwister studierte, der Vater keine Karriere gemacht, und der kleine Hase hatte also kein schlechtes Gewissen dass er etwas erreichen müsste. Der Tag hatte sich für sie alle gelohnt, wenn sie ihn nur intensiv von früh bis spät erleben durften.
29.9.08 21:56


 

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