gekommen um zu gehen. air87 weblog.

 

 

 

verstanden.

vergangen.

verschrieben.

verlebt.

verknüpft.

verblümt.

 

Wenn ich nur wüsste wie!

Wie viele Menschen gibt es, in denen der Mut zum Anders-Handeln schlummert, jedoch kein Che Guevara? Wie viele sind zu vernünftig um auf Demonstationen zu gehen, weil sie sehen dass Demos nie mehr als ein kollektives Gefühl bringen? Was kann es geben, das diese Menschen tun können, um ih erster Linie ihr Leben zu verändern?
Worte können es nicht sein, es müssen Taten folgen! Nicht Taten der Revolution, der Gewalt und des Zorns, sondern Taten der Vernunft, die länger andauern als eine glühende Nacht. Man muss es ernst meinen, und dazu taugt kein Strohfeuer des Widerstands. Man muss andere Wege finden als die, die uns missfallen. Nicht um Macht kämpfen, nicht um das Recht dieses oder jenen, sondern um das eigene Recht. Und dieses nicht mit Protest einfordern, denn das heißt, sich mit dem System auseinandersetzen! Nein, man muss es ignorieren, links liegen lassen, andere Wege einschlagen und in anderen Bahnen denken. Lasst uns die Maximen der Moderne hinterfragen, ernsthaft! Das ist kein Spiel, hier geht es um alles: um das Leben. Zwei Thesen möchte ich daher an die schwere, aber billig gebaute Tür der unseren Demokratie schlagen: Lasst uns egoistischer denken! und: Lasst uns dem geld entsagen!
Zu erster These: Im richtigen Sinne egoistisch gehandelt, bringt es positives für alle Menschen und die Natur. Es geht um mich: was möchte ich? Glücklich sein! Wie kann ich das erreichen? durch Leben in der Natur, durch soziale Kontakte, durch ein gesundes Verhalten zu Arbeit, viel sinnvolle, erfüllende Betätigung. Gemeint ist weit- und tiefgreifender Egoismus, der sich so über die persönlichen Bedürfnisse auf das Gemeinwohl niederschlägt.
Zu zweiter These: Wir müssten langsam gelernt haben das Geld allein verantwortlich ist für Hunger und Leid, Armut und Reichtum. Der wäre schnell wieder arm, der auf einem großen Berg Kirschen hocken würde! Und der wäre reich, wenn er es wohl verstünde, seinen Schinken gegen Wein und Brot einzutauschen. Eine Intensivierung des Austauschs materieller Güter würde zu mehr selbstinitiative, regionalität und gleichverteilung von Werten führen. So würde häusliche Produktion wieder interessant werden: da ist ein Schwein im Stall und eine Kuh auf der Weide ein wichtiger Nebenverdienst. Zumal sich so auch die Qualität der Narungsmittel verbessern würde.
Ja, aber nun, wie das alles realisieren? Mh, erste These: egoistisch sein. Ich selbst habe es in der Hand, zumindest mein Leben zu ändern, da brauch ich keine Subventionen (gruß an "den Zopp") und auch sonst kein Mitleid oder Spenden. Nur meinen Willen. Nur meinen Willen.
11.11.08 21:45


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message to a ghost

wo bist du, wenn man dich braucht? Ich brauche dich so sehr dass ich dich schon bei mir spüre. Und bestimmt klingelt es gleich, deine Augen leuchten zwischen Schal und Mütze an der Tür, wir kochen zusammen, du bestimmst welche Musik wir hören. Bei der Arbeit denk ich an dich und bin müde, krieg nix auf die Reihe, egal. Ich spüre dich neben mir sitzen an verschneiten Winterabenden mit Kerzenlicht bei den Kings of Convenience. Ich krieche in mein kaltes Bett und stell mir vor, wie warm es wäre wenn da noch jemand neben mir läge. Da sind Momente in meinem Kopf die darauf warten real zu werden, die besser sind als in jedem Film der dich je bewegt hat! Noch viel mehr: ein ganzes Zeitalter wartet darauf endlich an der Reihe zu sein. Komm, wir hauen ab ausm Nimmerland!
26.11.08 19:43


Even though I'll never need her,
Even though she's only giving me pain,
I'll be on my knees to feed her,
Spend a day to make her smile again
Even though I'll never need her,
Even though she's only giving me pain
As the world is soft around her,
Leaving me with nothing to disdain.

Even though I'm not her minder,
Even though she doesn't want me around,
I am on my feet to find her,
To make sure that she is safe and sound.
Even though I'm not her minder,
Even though she doesn't want me around,
I am on my feet to find her,
To make sure that she is safe from harm.

The sun sets on the war,
The day breaks and everything is new...

- Kings of Convenience
27.11.08 20:27


what is home

Im ICE unterwegs, stundenlang durch Dunkelheit. Kaum merkt man, ob man fährt oder steht, fragt sich, welcher Bahnhof der nächste ist, obwohl die Ansage gerade kam. Ich fahre weg von dem Ort wo ich aufwuchs, einen weiteren Sonntag. Bin müde und kraftlos, habe nicht mal genug Willensstärke und freundlich dreinzuschauen. Mein Zuhause ist eine Insel, ein Dorf inmitten von planer Fläche gleicher Farbe, grau und ohne Schönheit, zu der die Kraft und Fantasie der Dorfbewohner vielleicht gereicht hätte, zu einem anderen Zeitalter. Häuser, die wirklich nicht mehr sind als Steinkisten, um in ihnen zu schlafen und mit Geld zu füttern, wiederum ihre Bewohner durch ihr trostloses Wesen auslaugen. Wer wird sich mit schmerzendem Herz an den kahlen Häuserblock erinnern, in dem er aufwuchs, an die Müllhalden und schmutzigen Straßen? Ich weiß nicht, ist es möglich Hässliches zu schaffen und es zu mögen?
home is where your heart is. Aber wo ist mein Herz?
30.11.08 22:16


 

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