gekommen um zu gehen. air87 weblog.

 

 

 

verstanden.

vergangen.

verschrieben.

verlebt.

verknüpft.

verblümt.

 

schweigen ist cool

Es ist doch ein Kreuz. Da unterhält man sich und stößt plötzlich auf ein interessantes Thema, worüber man gut bescheid weiß und sofort damit anfängt, alle Umstehenden mit seinem Wissen zu bombardieren. Weil es doch so spannend ist!
Und selbst wenn die anderen nicht mit den Augen rollen, das Thema wechseln oder einen einfach ignorieren- ist es nicht lässiger, vielleicht nur einen intelligenten Kommentar abzugeben und so bekanntgeben: man kennt sich aus. Man weiß bescheid, hält die Sache gerade aber für nicht so dringend.
Meine Mitbewohnerin hat mich gefragt, ob ich ihr auch so ein Bett wie das meine bauen kann, weil ihr meins so gut gefällt. Ich habe zugesagt und begeistert angefangen, mit ihr alle Details durchzusprechen. Mist! Ich hätte einfach nur sagen brauchen: Das kriegen wir hin.
Ich erzählte von meinem Arbeitstag. Wir hatten Dach gedeckt und ich habe begeistert erzählt, dass der Biberschwanzziegel in der Region Tradition hat, welche Vorteile er bietet und was für eine Herausforderung das Decken mitunter sein kann. Ach, enthusiastischer Tobi, muss das denn sein?
Wenn ich das nächste Mal jemanden kennenlerne werde ich nur meinen Namen freiwillig verraten.
8.3.09 20:49


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Sonntagsdepressionen eines Landeis

Sonnenlicht scheint still ins Zimmer, streift Staubkörner und ruht hell erleuchtend auf meinem Laken aus. EIn Blick aus dem Fenster: Wolkenverhangen. Es ist zwölf Uhr. Der in der Nacht Geplagte blinzelt seinem inneren Schweinehund entgegen. Vielleicht will der ja auch nen Kaffee. Ein trauriger Tag ist es da, der mit herbstlich-melancholischem Wetter und ohne Farbe daherkommt. Dazu wirft er die Frage in den Raum: was tun? Sich ergeben und warten, bis es wieder Zeit zum Schlafen ist. Nein, genau das will er doch, dieser leere Sonntag. Man schaut auf die Betonstadt, am Fenster, fragt sich wo ihr Ende ist. Betrachtet emotionslos Tauben auf dem Nachbardach. Zum zwanzigsten Male fallen mir die schlecht eingedecken Ziegel auf. Was tun. Ich gehe also durch die graue Stadt spazieren. Stelle mir dabei vor, wie es wäre, hier lebenslang wohnen zu müssen. Dazu fehlt mir ein bisschen die Fantasie. Die Anonymität würde mich erdrücken und mir würde ein Garten fehlen. Und ich verdränge einen leisen Zweifel.. ob es wirklich so gut war, das zu tun was mir am wenigsten Zufriedenheit gibt- in einer Stadt zu leben, Haus an Haus und kein Horizont, den die blutrote Sonne andächtig küssen kann. Wo nachts Tannen am geöffneten Fenster einschläfernd rauschen, Hühner sich im trockenen Sand räkeln und der Wein an der Hauswand süß wird von Spätsommersonnenstrahlen... Träumen, lasst mich träumen. Doch man muss wissen, was man ablehnt, damit man das Erstrebenswerte erst richtig genießen kann.
15.3.09 20:51


 

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